Intranet der Bürger

Wenn die EU Alternativen zu Internet- und „Social Media „-Molochen wie Facebook oder Google entwickeln würde, käme ihr das auch politisch zugute.

… Doch die Idee, dass es zu Facebook nicht nur Alternativen geben müsste, die der Markt schafft, wird kaum einmal ernsthaft erwogen. Sie entspricht einfach nicht dem Zeitgeist, schon gar nicht in einem Europa, in dem der Digitalkommissar das absolut grundlegende Gut der Netzneutralität einfach so mit ein paar Gewinneinbußen der Telekomkonzerne verrechnet.

Gedankenexperiment: Ein Intranet der Bürger – Bert Rebhandl

nebenbei gehört

Streaming-Portal Kinox.to: Mutmaßliche Betreiber zur Fahndung ausgeschrieben

Filesharing: Polizeiaktion gegen Boerse.bz

Ich habe nebenbei auch gehört, dass die Betreiber von boerse.bz und mygully möglicherweise Verbindungen zum IS haben und diesen möglicherweise finanziell unterstützen. Außerdem sind sie möglichweise eng mit Neonazi Gruppierungen verstrickt sowie möglicherweise gefährlich und bewaffnet. Was mich auch total beunruhigt ist, dass sie möglicherweise verantwortlich für mehrere Mord- und Brandanschläge sind… und vergessen wir nicht, dass sie sich möglicherweise von Hundewelpen und Katzenbabies ernähren.

Google & Co

Die […] Überwachungskapitalisten beschweren sich über den wirtschaftlichen Schaden, der durch die Überwachung der Geheimdienste verursacht wird. Überwachungsprogramme, von denen sie wussten und die erst dann für sie zu einem Problem wurden, als die Existenz der Überwachung einer breiten Öffentlichkeit bekannt wurde.

[…]
Google & Co. haben kein Interesse an deutschen oder europäischen Vorstellungen von Datenschutz oder informationeller Selbstbestimmung. […] Wenn die Silicon-Valley-Chefs über das Internet sprechen, dann ist das ihr Internet. Wir sollen die Dienste nutzen, die sie zur Verfügung stellen, zu ihren Bedingungen.

[…]
Eric Schmidt kritisiert zwar die umfassende Überwachung durch Geheimdienste, weil ein Vertrauensverlust eintritt, sobald das öffentlich wird. Das auf Überwachung basierende Geschäftsmodell des eigenen Unternehmens stellt Schmidt aber nicht für eine Sekunde in Frage. Eure Überwachung ist schlecht, unsere Überwachung ist gut.

[…]
America first. Dem Silicon Valley geht es um die Vorherrschaft im Internet und dabei verbittet es sich insbesondere jegliche staatliche Einmischung.

Aus: Christopher Lauer – Überwachungskapitalisten unter sich | faz

dazu passend: Dan Schiller – Google und die anderen Heuchler | LeMonde-diplomatique

„marxistische“ Netzneutralität

„Tea Party“-nahe Organisationen sehen Beibehaltung der Netzneutralität als „ersten Schritt zur Tötung des Kapitalismus“

[…]
Die Organisation hinter der Kampagne gegen Netzneutralität soll enge Verbindungen zu den milliardenschwären Koch-Brüdern aufweisen, die schon als Tea Party-Förderer in Erscheinung getreten waren.

Quelle: derstandard.at

Österreich erklärt den Betrieb von Tor Exit Nodes für strafbar

Der 30.6.2014 markiert einen Wendepunkt in Österreich. Nicht nur wurde die Vorratsdatenspeicherung endgültig, für immer, echt echt ehrlich, gekübelt, sondern in einem erstinstanzlichen Urteil eines Straflandesgerichtes in Österreich wurde angeblich der Betrieb von Tor Exit Nodes für strafbar erklärt. Der Beschuldigte betrieb einen Tor Exit Node, der zur Vermittlung strafbarer Inhalte durch Dritte miszbraucht wurde.

Keine Berufung

Warum es keine Berufung geben wird, hängt wohl auch mit dem österreichischen Rechtssystem zusammen: Der Angeklagte wurde ganz einfach nach Strich und Faden fertig gemacht:
– Er steht jetzt vor dem finanziellen Ruin.
– Sein ganzes privates und berufliches Umfeld wurde in das Verfahren rein gezogen, überwacht, befragt.
– Er kann mit dem Urteil leben, da es nicht auf einem Strafregisterauszug aufscheinen wird.

Offen ist, wer von Euch mitlesenden Betreibern von Jabberservern, Tor Exit Nodes oder Relays, OwnCloud Betreibern, der nächste Präzendenzfall werden wird.

Quelle: network23.org

Link gepostet: Sparkasse OÖ klagt Google+-Nutzer

Neben dem Link zu backtofairness.at enthielt das Posting auch noch eine Vorschau auf die Seite in Form eines „Snippets“ mit Textauszug. Die nicht änderbare Vorschau beinhaltete den Text „Wie die Sparkasse OÖ den kleinen Bürger nachhaltig schädigt!“. Der Poster, Thomas W., stellte dazu die Frage „Bank vs. Endkunde: 150.000 Euro Schaden bei einem kleinen Bürger – und die Bank kommt damit durch?“.

[…]
Wegen Kreditschädigung fordert die Sparkasse Unterlassung von W., die Höhe für einen Verstoß bemisst man mit 18.900 Euro. W. solle seine Aussage auf seinem „Internetblog“ auf Google+ als auch in einer periodischen Druckschrift widerrufen.

Der Prozess beginnt am 1. Juli. Das Urteil könnte als Präzedenzfall Auswirkungen auf den künftigen Umgang mit Links auf sozialen Netzwerken haben.

Quelle: derstandard.at