Welt- und Menschenbild

… bei der es in erster Linie darum geht, die Massen durch Arbeit zu organisieren und damit gefügig zu machen. Dabei spielt es nicht die geringste Rolle, ob das Pharaonen tun, Parteien, Staaten oder Konzerne. Tätigkeit sorgt dafür, dass die Leute nicht auf dumme Gedanken kommen. Daher findet es kaum jemand problematisch, wenn man – wie mit Milliardensubventionen für Branchen und Regionen – auf „Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen“ setzt.

Aber wehe, wenn jemand auch nur einen Teil dieser Mittel als bedingungsloses Grundeinkommen fordert: Dann ist Feuer unterm Dach, dann wird es emotional. Sicher: Rational begründen kann das niemand.

Es geht in Wahrheit nicht ums Geld, es geht um das Beibehalten eines überkommenen Welt- und Menschenbildes.

Aus: Mehr Faulheit wagen! – Wolf Lotter

Arbeitsplatz für 810.000 €

Seit fast 40 Jahren wird überall gepredigt, dass niedrige Löhne Arbeitsplätze bringen würden. Warum hat das nur seit 40 Jahren nicht funktioniert? Durch die Gewinnsteuer 2001 wurden den Unternehmen 30 Mrd. € erlassen. Natürlich unter dem Vorwand, auf diese Weise Arbeitsplätze zu schaffen. Ein Jahr später gab es gerade mal 37.000 Arbeitslose weniger. Für 810.000 € gab es jeweils einen Arbeitslosen weniger. Warum zahlt man den Arbeitslosen dieses Geld nicht direkt aus? Mit solchen Summen ließe sich problemlos ein bedingungsloses Grundeinkommen finanzieren. Aber stattdessen heißt es, der Staat sei pleite. Für soziale Zwecke gebe es kein Geld.

Aus: Kerstin Gundt – Lügen im Kapitalismus | Hinter den Schlagzeilen

Arbeitslosigkeit ist ein Sieg

zum Tod von Ulrich Beck Auszüge aus einem Interview, welches Ulrich Beck 2006 dem Tagesspiegel gab:

[Das bedingungslose Grundeinkommen] – Ist diese Idee nicht eine Utopie?

Ja, eine realistische, aber keine illusionäre. Illusionär ist die Vollbeschäftigung, von der unsere Gesellschaft immer noch träumt. Wir denken, es komme nur darauf an, die Konjunktur wieder anzukurbeln, damit jeder wieder Arbeit hat. Nach 20 Jahren ziemlich erfolglosen Kampfes gegen hohe Arbeitslosigkeit müssen wir uns die Frage stellen: Wie kann man ohne Arbeitsplatz ein sinnvolles Leben führen? Genau betrachtet ist Arbeitslosigkeit ja keine Niederlage, sondern ein Sieg. Die Produktivitätssteigerung erlaubt es, mit einem Minimum an menschlicher Arbeit ein Maximum an Wohlstand zu erzielen. Freiheit statt Vollbeschäftigung – das ist heute die Alternative.

Mal angenommen, das Grundeinkommen würde eingeführt: Wer würde da überhaupt noch arbeiten wollen?

Gerade dann werden viele erst arbeiten wollen, weil sie sich endlich den Lohn nicht mehr vom Arbeitgeber vorschreiben lassen müssen, sondern selbstständig über eine gerechte Vergütung verhandeln können. Sie riskieren dabei nichts, weil sie ja ihr Grundeinkommen haben.

[…]

Warum hat die Politik dann dieses Mittel nicht schon längst ergriffen?

Das Gerede von der Erwerbsarbeit als einzigem Sinnstifter unserer Existenz ist ein Herrschaftsinstrument. Alles ist bei uns auf Erwerbsarbeit ausgerichtet: der Rhythmus der Tageszeiten, die Ausbildung, der Übergang von der Pubertät ins Erwachsensein. Der Einzelne definiert sich vor allem über die Erwerbsarbeit; deshalb zwingt er sich zur Anpassung. Fällt dieser Selbstzwang weg, kann man die Freiheit nicht mehr kontrollieren – so fürchten viele. Wenn die Arbeit ausgeht, verlieren viele der Herren der Arbeitsgesellschaft das Fundament ihrer Macht.

Die Politiker fürchten um ihre Kontrolle?

So sieht es leider aus. Man hält das Gros der Bevölkerung für faul und willenlos. Dabei passt das Grundeinkommen zum Kapitalismus. Es würde eine enorme wirtschaftliche Mobilität, Produktivität und Kreativität entfalten. Viele Hindernisse, durch die der Produktionsprozess so ungeheuer gedrosselt wird, würden wegfallen.

(via grundeinkommen.ch)

„ohne Geländer zu denken“

Wie der ​Tagesanzeiger analysierte, würde diese Angst vor allem an Denkmustern aus der Industrialisierung liegen (als die Sozialdemokraten noch eindeutig eine Arbeiterpartei waren). Damals forderte man für alle ein Recht auf Arbeit ein—und nun solle es also ein Recht auf Faulheit geben? Außerdem würden durch das Grundeinkommen viele der hart erkämpften Zweige der Sozialindustrie obsolet; Felder mit denen die Abgeordneten häufig tief verflochten seien.

… Die Gegner argumentieren aus ganz unterschiedlichen Perspektiven: Wer soll das bezahlen? Wer soll denn da noch arbeiten, wenn er sein Dasein mit Nutten und Blackjack auch so bequemst bestreiten kann? Oder sich—ebenfalls eine wunderbare Filmvorstellung—nach Tijuana absetzt, statt mit der neugewonnen Garantie-Kaufkraft die heimische Volkswirtschaft zu füttern?

Und wer soll unsere Klos reinigen, wenn doch niemand mehr seine Arbeit aus existentialistischen Gründen leisten muss?

… Die Befürworter ​argumentieren dagegen, dass diese Maßnahme die Ausbeutung von Arbeitnehmern unmöglich machen würde: Denn auch weniger ausgebildete Arbeiter hätten durch das Grundeinkommen eine bessere Verhandlungsposition und müssten sich nicht mit einem miesen Mindestlohn zufrieden geben. Außerdem seien die Transferleistungen, die der Staat heute ausgibt—inklusive des ganzen Rattenschwanzes der Ämterbürokratie—ungefähr genauso teuer wie die regelmäßige, gleichmäßige Auszahlung von Geld an alle Bürger.

… Erich Fromm, ein Pionier des Grundeinkommens, ​schrieb dagegen vor über 50 Jahren:

„Das garantierte Einkommen würde nicht nur aus dem Schlagwort „Freiheit“ eine Realität machen, es würde auch ein tief in der religiösen und humanistischen Tradition des Westens verwurzeltes Prinzip bestätigen, daß der Mensch unter allen Umständen das Recht hat zu leben. Dieses Recht auf Leben, Nahrung und Unterkunft, auf medizinische Versorgung, Bildung usw. ist ein dem Menschen angeborenes Recht, das unter keinen Umständen eingeschränkt werden darf, nicht einmal im Hinblick darauf, ob der Betreffende für die Gesellschaft ‚von Nutzen ist.'“

Vielleicht wird es tatsächlich mal Zeit, das Verhältnis von Mensch und Arbeit—um die Schriftstellerin Hannah Arendt zu zitieren—„ohne Geländer zu denken“.

Aus: Theresa Locker – Die Schweiz überlegt, ob sie jedem Bürger 2080 Euro im Monat schenken soll | Motherboard

dazu passend:

Ebenfalls könnte man mal gedanklich durchspielen wie viel Potential für Bildung, persönliche Weiterentwicklung oder soziales Engagement bei Menschen frei werden würde, die bisher entweder in sinnlosen Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen oder in der überdimensionierten Bürokratie unseres bestehenden Sozialsystems tagtäglich ihr Dasein fristen.

Aus: Florian Hauschild – Das Bedingungslose Grundeinkommen und die Freiheit – Eine Debatte | thebabyshambler

 

Exploratives Vorausdenken

Die Angst der Sozialdemokratie vor dem sozialistischen Grundeinkommen

Das bedingungslose Grundeinkommen ist ein Traum. Jeder bekommt es, kann damit ein menschenwürdiges Leben führen. Niemand muss aus existenziellen Gründen an einer Arbeit festhalten, die ihm nicht behagt, niemand muss stempeln gehen, der demütigende Gang aufs Sozialamt entfällt. Die Nachbarn schauen nicht mehr argwöhnisch, wenn Lebensstil und Erwerbssituation nicht zueinanderpassen. «Sozialfälle» gibt es nicht mehr.

… klingt wie der Traum eines jeden Sozialdemokraten. Doch die SP lehnt die Initiative ab. Sie hält sie für «gefährlich» …

Wieso lehnt ausgerechnet die SP eine sozialistische Utopie ab? Peter Ulrich […] führt die Ablehnung auf das in der SP stark verhaftete «industrialistische Denkmuster» zurück, das sich auf Vollbeschäftigung und gute Arbeitsbedingungen konzentriere. Daraus leite sich das Postulat «Recht auf Arbeit» ab, wohingegen die Initiative quasi ein «Recht auf Faulheit» fordere.

… Oswald Sigg […] glaubt, dass den etablierten Parteien «das explorative Vorausdenken» abhanden gekommen sei. «Die [Parteien] haben Abstand genommen von Utopien, Ideen und Fantasien», sagt Sigg. Das sei schade, denn heute unbestrittene Errungenschaften […] seien durch Mut und Weitsicht der linken Bewegung möglich geworden. «Die Idee einer Altersversicherung rief Ende des 19. Jahrhunderts ähnliche Reaktionen hervor wie heute das Grundeinkommen. Eine Altersversicherung, gehts noch? Wenn man nicht mehr arbeiten kann, stirbt man», habe es geheissen.

Möglicherweise lehnt die SP das bedingungslose Grundeinkommen auch ab, weil ein grosser Teil ihrer Gefolgschaft im heutigen Sozialwesen stark verankert ist, als Behördenmitglieder, Politiker oder Sozialarbeiter. Sicher sei das ein Grund, sagt Peter Ulrich. Invalidenversicherung, Arbeitslosenkasse, Sozialhilfe und weitere «Kässeli» würden überflüssig und damit ein Teil der Sozialindustrie. Dieses Argument stehe zwar im Raum, sagt Oswald Sigg – «aber aus einem Irrtum heraus»: «Die Geldverteilung würde wegfallen, nicht aber die begleitende Sozialhilfe wie Reintegration, Ausbildung, Betreuung.»

Auch Silvia Schenker […] befürwortet die Initiative […] weil sie als Sozialarbeiterin mit Erfahrung im Re-integrationswesen, auf dem das heutige Sozialsystem aufgebaut ist, desillusioniert sei. Leute mit Einschränkungen in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren sei «wahnsinnig schwierig, ein grosser Stress für die Betroffenen und oft einfach unrealistisch».

Aus: Claudia Blumer – Die Angst der SP vor dem sozialistischen Grundeinkommen | tagesanzeiger.ch

Diese Themen müssen angegangen werden

Auszüge aus einem Interview von Edward Snowden Anfang Oktober mit Vertretern der amerikanischen Wochenzeitung ‘The Nation’:

… Wir sind eine repräsentative Demokratie. Aber … Wir haben das Recht zur Revolution. … Wenn die Regierung oder die Parteien sich nicht um unsere Bedürfnisse kümmern, tun wir es eben selbst. Es geht um direkte Aktionen, um zivilen Ungehorsam. … Wir müssen wissen, dass ziviler Ungehorsam vor allem Ungehorsam sein muss, um wirksam zu sein. Wenn wir uns einfach nur an die Regeln halten, die ein Staat uns auferlegt, während er sich selbst konträr zum öffentlichen Interesse verhält, dann verbessern wir nicht wirklich etwas. Wir ändern nichts.

… Und wir leben nicht in einer Zeit der Revolutionen. Die Menschen sind nicht darauf vorbereitet, sich gegen die Mächtigen aufzulehnen. Wir haben ein Bildungssystem, das mehr ein Euphemismus für Indoktrination ist. Es ist nicht darauf ausgelegt, kritische Geister hervorzubringen. Wir haben ein Mediensystem, das sich mit der Regierung einig ist und papageienhaft Phrasen nachplappert, die eine gewisse emotionale Antwort hervorrufen sollen – zum Beispiel „nationale Sicherheit“. Jeder sagt „nationale Sicherheit“ derart, dass wir jetzt diese Formulierung „nationale Sicherheit“ nutzen müssen. Aber es geht gar nicht um nationale Sicherheit, es geht um Staatssicherheit. Und das ist ein entscheidender Unterschied. Wir mögen den Begriff „Staatssicherheit“ in den USA nicht, weil er uns an all die bösen Regimes erinnert. Aber das ist ein Schlüsselkonzept, denn wenn diese Offiziellen im Fernsehen sind, reden sie nicht darüber, was gut für Sie ist. Sie reden nicht davon, was gut die Wirtschaft ist. Sie reden nicht davon, was gut für die Gesellschaft ist.Sie reden über den Schutz und den Erhalt eines nationalen Staatssystems.

… Das Thema, das ich hochgebracht habe, war Massenüberwachung, nicht Überwachung generell. Es ist ok, wenn wir Osama bin Laden abhören. Ich will wissen, was er vorhat – heute natürlich nicht mehr er, aber so in der Art. Mir ist egal, ob das ein Papst ist oder ein bin Laden. Solange Ermittler zu einem Richter gehen müssen – einem unabhängigen Richter, einem richtigen Richter, keinem geheimen – und darlegen, dass es einen realistischen Anlass gibt, eine Genehmigung auszustellen, dann können sie das tun. Und das sollte auch getan werden. Das Problem liegt darin, wenn sie uns alle abhören, en masse, ständig, vor allem ohne jede spezifische Rechtfertigung für eine Überwachung, ohne jede spezifische gerichtliche Darlegung, dass es einen realistischen Grund für diese Verletzung unserer Rechte gibt.

… Ich will große Mächte nicht direkt konfrontieren, die wir mit ihren Waffen nicht schlagen können. Sie haben mehr Geld, mehr Durchschlagskraft, mehr Sendezeit. Wir können ohne eine Massenbewegung nicht wirksam sein, und die amerikanische Bevölkerung ist heute zu bequem, um sich zu einer Massenbewegung zusammenzuschließen. Aber mit wachsender Ungleichheit werden die grundlegenden Bindungen sozialen Zusammenhalts angeregt – wie wir im Zusammenhang mit Occupy Wall Street schon festgestellt haben. Mit steigendem Anspannungsgrad werden die Leute eher bereit sein, sich an Protesten zu beteiligen. Aber jetzt ist nicht der Moment dafür.

… Was meine persönlichen politischen Ansichten angeht, scheinen manche Leute zu glauben, dass ich eine Art Erzlibertarist bin, ein Hyperkonservativer. Aber wenn es um Sozialpolitik geht, finde ich, dass Frauen das Recht auf Selbstbestimmung haben, und dass Ungleichheit ein wirklich wichtiges Thema ist. Als Technologe sehe ich die Trends, und ich sehe, dass Automation unweigerlich immer weniger Jobs bedeutet. Und wenn wir keinen Weg finden, irgendwie ein Grundeinkommen für Arbeitslose zu schaffen, oder sinnvolle Arbeit, dann werden wir soziale Unruhen bekommen, bei denen Menschen umkommen könnten. Wenn die Produktion Jahr für Jahr für Jahr steigt, müssen wir etwas davon in die Gesellschaft reinvestieren. Das braucht nicht dauernd in diesen Venture-Capital Fonds und solchen Dingen konzentriert zu werden. Ich bin weder Kommunist noch Sozialist noch ein Radikaler. Aber diese Themen müssen angegangen werden.

Aus: Edward Snowden: Ein Interview mit ‘The Nation’ – hier ins Deutsche übersetzt! | NachDenkSeiten

Neoliberaler Irrtum

Weil wir Fremdversorger und nicht mehr Selbstversorger sind, haben wir den Markt. Der Neoliberale meint, der Markt sei frei, wenn es möglichst keine Regeln dafür gäbe. Ein Irrtum. Der Markt ist gerade dadurch frei, dass er Regeln hat, die sicherstellen, dass niemand zur Teilnahme gezwungen oder abgezockt werden kann. Wenn ich teilnehmen muss, ist der Markt nicht frei.

Beim neoliberalen Marktmodell habe ich die scheinbare „Wahl“: Entweder kann ich mich „frei“ auf dem Arbeitsmarkt anbieten oder mich von staatlichen Sozialleistungen abhängig machen. So oder so werde ich fremdbestimmt. Das bedingungslose Grundeinkommen bewirkt, dass ich unabhängiger entscheiden kann, ob und wie ich arbeite. Dadurch bin ich weniger manipulierbar.

Der Neoliberale setzt darauf, dass es am besten kommt, wenn jeder an sich selber denkt und der Stärkere gewinnt. Das Spiel des Lebens wäre nicht mehr spannend, es hätte keinen Reiz mehr, wenn jeder bereits ein sicheres Einkommen hätte. Die Menschenwürde sei darin begründet, für sich selbst sorgen zu können.

Das ist er, der Fundamentalirrtum. Es ist zwar richtig, dass es um Eigenverantwortung und Autonomie geht. Doch der Neoliberale behandelt den Menschen als Feind und Objekt anstatt als Subjekt und Kapital. Denn er zwingt zur Arbeit.

Liberal heißt dagegen: Ermöglichen anstatt Erzwingen. Und liberal heißt: Nicht nur an sich denken, sondern das Ganze und die Wechselwirkungen im Blick haben, also auch die Freiheit des anderen. Ungeteilte Freiheit ist unfruchtbar wie Geld unter der Bettdecke.

Aus: Philip Kovce – Niemand arbeitet mehr für sich selbst | Deutschlandradio Kultur

Vierstundentag

Im Eifer des Gefechts der Kämpfe für den Achtstundentag produzierten die Industrial Workers of the World in den 30ern bereits Flugblätter mit Comiczeichnungen für das, was sie als ihr nächstes großes Ziel ansahen: den Vierstundentag, die Viertagewoche und einen Lohn, von dem jeder leben kann.

… Ein neuer amerikanischer Traum hat den alten inzwischen Stück für Stück ersetzt. Statt Freizeit oder Müßiggang, ist der Konsum die neue patriotische Pflicht. Konzerne können alles—von Umweltzerstörung bis zum Bau von Gefängnissen—damit rechtfertigen, Arbeitsplätze zu schaffen. Eine humanistisch-liberale Bildung, die früher dazu diente, die Leute anzuhalten, ihre freie Zeit weise zu nutzen, ist zu einem teuren und ineffektiven Berufsausbildungsprogramm umgebaut worden. Wir haben aufgehört uns vorzustellen, dass unsere Enkelkinder es einmal leichter haben könnten als wir.

… Peter Frase, ein Herausgeber des Jacobin Magazin und einer der fähigsten Verfechter eines kürzeren Arbeitstages macht sich für ein bedingungsloses Grundeinkommen stark. Menschen, deren Grundeinkommen gesichert ist, könnten selbst entscheiden, wie viel Geld sie zusätzlich erarbeiten möchten. Aber solange es keine wirklich mächtige und lautstarke Bewegung gibt, die sich hinter solche Forderungen stellt, werden Politiker und andere Eliten weiter behaupten, dass das Geld dafür nicht reicht.

Aus: Nathan Schneider – Wer hat den Vierstundentag geklaut? | VICE Alps