wenig anstößig

Einkommenszuwächse gehen seit vielen Jahren allein zu Gunsten der Besser-, nein der Bestverdienenden. Die finden das anscheinend auch super so. Es wird eben nicht als Klassenkampf verstanden, wenn die eigene Klasse der top 1 percent beständiger Alleingewinner im vermeintlich fairen Wettbewerb der Marktkräfte ist. Die Spitzenklasse ist dann eine Klasse für sich und nimmt nichts anderes mehr wahr. Das große Rätsel ist, warum die Mehrheit der übrigen 99 Prozent das alles immer noch so wenig anstößig findet.

Aus: Jörg Bibow – Obamas Neuoffensive zur Bekämpfung wachsender Ungleichheit l flassbeck-economics

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