Machtverhältnisse

Es gibt viele Gründe dafür, dass Machtverhältnisse erhalten bleiben, auch wenn sie eigentlich einen eklatanten Mangel an Legitimität aufweisen. Weltweite Überwachung, Folter, Verschleppungen, Angriffskriege, militärische Aufrüstung, ökologische Entwicklungen, die einen unumkehrbar negativen Pfad einnehmen, 800 Millionen Hungernde, Verteilungsverhältnisse, bei denen die 85 reichsten Personen so viel besitzen, wie die “untere” Hälfte der Weltbevölkerung mit ihren mehr als 3500 Millionen Menschen zusammen. […]

Da nun allerdings der erweiterte Wissenszugang und die potenzierten Produktivkräfte als Gegenspieler auftreten, ist ein klassisches Mittel zum Machterhalt wichtiger denn je geworden: Propaganda.

[…] Diejenigen, die die Medien machen und diejenigen, die über die entsprechenden Ressourcen verfügen, um einem Ereignis Nachrichten- oder gar Kampagnenwert zukommen zu lassen, erhalten hierdurch umfassende Einflussmöglichkeiten darauf, welche Themen Millionen von Menschen überhaupt zum Bewusstseinsinhalt werden, unabhängig davon, wie diese Themen schlussendlich dargestellt werden. […]

Auch wenn der Spielraum der Massenmedien hier nicht beliebig groß ist, und gerade seit Verbreitung des Internets viele alternative Plattformen entstehen, die diverse Nachrichteninhalte transportieren können, so spielen TV und leitende Printmedien doch weiterhin die Hauptrolle in der Themensetzung für die Mehrheit der Bevölkerung. Die Eigentümer und Produzenten der Mainstreammedien sind dabei aufgrund ihrer gesellschaftlichen Stellung freilich alles andere als das repräsentative Sprechorgan der Gesamtgesellschaft, ein Umstand, der auch in einem systematischen Zusammenhang damit steht, in welcher Weise die Themen dann inhaltlich ausgerichtet sind:

Die Sprache des Newspeak

Metaphern als falsche Vergleiche

Framing – Auf die Rahmenstory kommt es an

Falschgruppierungen als Legitimationshebel

Wiederholung – Die Warheits- und Mehrheitsstifterin

Dekontextualisierung und Auslassung – Der elegante Weg nach Absurdistan

… “Erst kommt das Fressen, dann kommt die Doppelmoral” – Volker Pispers über Ukraine und USA (14.09.2014) – YouTube

Aus: Jascha Jaworski – Der Aufschwung der Meinungsfabrikation – Teil 1Teil 2 | Maskenfall

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