Gerechtigkeit? Naiv.

[Werner Tomanek hat] vor einigen Jahren ein Buch mit dem Titel „Die Zwei-Klassen-Justiz“ geschrieben.

Darin schildert er anhand realer Fälle, wie leicht ein unschuldiger Normalbürger bis hin zum Verlust seiner Existenz in die Fänge der Justiz geraten kann, und analysiert präzise, wie viele menschliche und kriminaltechnische Ressourcen durch die Konzentration von Ermittlern auf die lapidare Blut- und Raubkriminalität gebunden ist, wodurch modernere, intelligentere Straftäter, etwa im Hochfinanzsektor, mehr oder minder ungehindert ihren Machenschaften nachgehen und damit ganze Volkswirtschaften vernichten können.

Aus: Thomas Glavinic – Estibaliz Carranza: Wir kennen uns nur flüchtig | derStandard

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