Die Kriegsmoral der Drohne

Wie können wir sicherstellen, dass ein Krieg, der so geführt wird, nicht zu einer Jagdpartie wird? Dass Krieg nicht bloß die Entscheidung eines Einzelnen aus Lust und Laune wird?

Die Frage hat sich schon Kant gestellt. Die Republik war seine Antwort darauf, denn wenn die Bürger und Wähler „mit ihrem Körper zahlen müssen“, wie es Chamayou sagt, kommt es zum demokratischen Pazifismus: ein Krieg wird nicht gern begonnen, man könnte ja seine Wähler verlieren. Mit Drohnen funktioniert dieses Kriegsmoralrecht nicht mehr. Der Staat kann nun tun was er will, der Einsatz ist vom Leben des Bürgers entkoppelt, den es nicht betrifft und deshalb auch nicht mehr kümmert.

Aus: Louise Beltzung – Philosophie der Drohnen | Motherboard

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