Kapitalismus

… der Widerspruch wird achselzuckend zur Kenntnis genommen und dann geht man zur Tagesordnung über – und die ist nach wie vor neoliberal.

[…]
Das erste Dogma des Neoliberalismus – es gibt keine Alternative – ist eben nur das: ein Dogma, eine Ideologie. Aber eine sehr wirksame. Sie hebelt nicht nur das Denken aus, sondern auch die Praxis. Es ist grundlegende demokratische Praxis, in Alternativen zu denken. Der Neoliberalismus gewöhnt uns diese Fähigkeit ab. Das ist gefährlich. Das System ist dabei, zur Logik des permanenten Notstands zu wechseln: wirtschaftliche Sicherheit wird gegen die Demokratie ebenso verteidigt wie innere Sicherheit. Gefahrenabwehr steht ganz oben. Bald schon wollen wir uns vielleicht die Demokratie nicht mehr leisten, so wie wir uns jetzt schon die Bürgerrechte immer weniger leisten wollen.

Quelle: freitag.de

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