Die Macht der Mächtigen

Aufklärung ist im Grunde sinnlos, weil man gegen die Macht des Geldes, die zudem Tag für Tag größer wird, sowieso nicht ankommt. Alles können die Mächtigen kaufen, um ihre Interessen durchzusetzen: Die Politik traut sich nicht, ihnen entgegenzutreten, die Medien besitzen sie ohnehin schon, und die Öffentlichkeit ist, wie an den Wahlbeteiligungen zu sehen, abgestumpft und lässt sich nicht mehr in einer Weise mobilisieren, die ein Gegengewicht schaffen würde.

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Alles wird darauf ankommen, den komplizierten Prozess, bei dem den Mächtigen die Macht wieder entwunden wird, in demokratischen Bahnen verlaufen zu lassen. Das aber ist nur möglich, wenn mehr und mehr Politiker, auch Konservative, zu begreifen beginnen, welche historische Aufgabe sie vor sich haben. Nur wenn sie in Zeiten von Nullzinsen und drohender Deflation verstehen, auf welche Weise mit den neoliberalen Weichenstellungen der vergangenen dreißig Jahre die Marktwirtschaft in eine Sackgasse gelenkt wurde, kann man darauf hoffen, dass es gegen die Macht der Mächtigen und für eine Rückkehr zur Vernunft demokratische Mehrheiten gibt. Aufklärung lohnt da allemal, auch wenn die Erfolge nicht täglich zu identifizieren sind.

Quelle: flassbeck-economics.de

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