OECD – kein Kurswechsel

„Ungleichheit schwächt unsere Gesellschaften und unsere Volkswirtschaften“, mahnt OECD-Generalsekretär Angel Gurria.

Mit derartigen Warnungen will sich die OECD jedoch eher selbst schützen, meint Professor Gerhard Bosch von der Universität Duisburg-Essen. „Die OECD plädiert seit Jahrzehnten dafür, dass der Staat Produkt- und Arbeitsmärkte weniger reguliert“, so der Volkswirt. Die meisten Industrieländer hätten dies seit den 1990er-Jahren getan – und die Kluft zwischen Arm und Reich sei gewachsen. „Jetzt hat die OECD Angst, dass die soziale Ungleichheit zu groß wird.“ Damit vollziehe die OECD keinen Kurswechsel. Vielmehr dienten die Korrekturen dazu, die bisherige Strategie im Wesentlichen fortsetzen zu können, ohne dass sie grundsätzlich infrage gestellt wird.

Quelle: fr-online.de

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